Kameraarbeiten

Das wiederentdeckte Gesicht

Das wiederentdeckte Gesicht

Dokumentarfilm
45 Min.
ZDF/ARTE
2001

Team

Autor und Regie:
Kamera:
Ton:

Schnitt:
Musik:
Produktion:
Produzent:
Auftraggeber:
Stefan Schneider
Erik Sick
Daniel Hallmann
Franz Lindinger
Stefan Schneider
Stefan Döring
Gruppe 5 Filmproduktion
Uwe Kersken
ZDF/ARTE

Dreharbeiten:
Frühjahr 2001 in Paris

Sendetermine:
Erstausstrahlung am 02.10.2002 um 19 Uhr, ARTE

"Das wiederentdeckte Gesicht"

Das Pariser Atelier der Bildhauerin Elisabeth Daynès könnte auf den ersten Blick die Werkstatt eines Dr. Frankenstein sein. Die Figuren und Gesichtsplastiken, die die Künstlerin herstellt, wirken so lebensecht, dass man meint, ihren Atem zu spüren. Elisabeth Daynès hat sich auf die Nachbildung von Frühmenschen spezialisiert, und ihre Arbeiten sind in den prominentesten Museen der Welt zu sehen. Fast immer, wenn ein sensationeller Fund aus der Frühzeit gemacht wird, wird sie mit der Rekonstruktion beauftragt. Sie ist eine scheue Frau, die sich bei ihrer Arbeit nicht gerne beobachten lässt. Bei der Gesichtsrekonstruktion einer Ostgermanin aus dem fünften Jahrhundert gestattet sie zum ersten Mal einem Filmteam den Zutritt zu ihrem Atelier. Der künstlich deformierte Schädel der Ostgermanin wurde in einem Grab der Völkerwanderungszeit entdeckt. Elisabeth Daynès macht sich 1.500 Jahre nach dem Tod der Frau mit Hilfe des Kriminalanthropologen Jean Noël Vignal daran, das Gesicht wieder zu entdecken. Ihre Technik beruht auf Methoden, die ursprünglich zu Zwecken der kriminalistischen Gesichtsrekonstruktion entwickelt wurden. Die Dokumentation erzählt vom kreativen Prozess, der sich im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Arbeit und künstlerischem Ausdruck bewegt. Gesichtsrekonstruktion wird so zu einer Annäherung an unsere Vorfahren, sie gibt ihnen ihr Aussehen zurück und versucht den knöchernen Zeugen der Vergangenheit Authentizität zu verleihen.

(Pressetext ZDF/Stefan Schneider)

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